Forschungsstelle Werte-Bildung

Fachbereich 3, Universität Osnabrück


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Reihe Werte-Bildung interdisziplinär

Wie sich Werte bilden. Fachübergreifende und fachspezifische Werte-Bildung

Elisabeth Naurath / Martina Blasberg-Kuhnke / Eva Gläser /Reinhold Mokrosch / Susanne Müller-Using (Hg.)

Wie bilden sich Werte in unserem Bewusstsein? Ergreifen wir die Werte oder ergreifen sie uns? Prägen wir Werte wie Toleranz, Menschenwürde, Ehrfurcht vor Leben, Fairness, Gleichheit, soziale Gerechtigkeit oder werden wir von ihnen geprägt? Was sind die Voraussetzungen dafür, dass Werte sich im Bewusstsein bilden und in das Verhalten eingehen können? Sind bestimmte soziale Verhältnisse oder individuelle Fähigkeiten Bedingung? Und: Bei welchen Anlässen bilden sich Werte im Individuum? Gewinnt Gesundheit erst an Bedeutung, wenn man krank ist? Wird Toleranz erst wichtig, wenn man intolerant behandelt wird?Dieser Band greift diese Fragen aus fachspezifischer und aus fächerübergreifender Perspektive auf: Vertreter/innen aus Naturwissenschaft, Philosophie, Theologie, Religionswissenschaft, Schulpädagogik, Sozialpädagogik, Erziehungswissenschaft, Didaktik des Sachunterrichts, Sportwissenschaft, Ethik und Kunst an der Interdisziplinären Forschungsstelle »Werte-Bildung« der Universität Osnabrück analysieren Möglichkeiten der Werte-Bildung in ihrem Fach und fragen nach Synergie-Effekten in Kooperation mit anderen Fächern. Sie geben unterschiedliche Antworten auf die oben gestellten Fragen, vertreten aber alle die Meinung, dass Werte-Bildung ein subjektiver Selbstbildungs-Prozess ist.

Mitgefühl als Weg zur Werte-Bildung. Elementarpädagogische Forschung zur Beziehungsfähigkeit als emotional-soziale Kompetenzentwicklung im Kontext religiöser Bildungsprozesse

Caroline Teschmer

Wie kann man die Thematik des Mitgefühls als Weg zur Werte-Bildung in den religions- und sozialpädagogischen Zusammenhang der Elementarpädagogik integrieren? Ziel dieser Studie ist, determinierende Faktoren mitfühlender und prosozialer Kompetenzen an praxisnahen Beispielen aufzuzeigen. Intendiert war vor allem, die Aus- und Weiterbildung bezüglich der mitfühlenden Kompetenz im Umgang mit Eltern und Kindern effektiv zu erweitern sowie zielgerichtet religionspädagogisch zu intervenieren, um mitfühlendes Verhalten als Voraussetzung emotionaler und prosozialer Entwicklung zu fördern. Dieser Ansatz bietet eine evidente Chance für ein subjekt- und zugleich bildungsorientiertes Konzept, das anknüpfend an die Kompetenzen der Kinder gezielte Fördermöglichkeiten implementieren kann.

"Das Wissen bringt einem nichts, wenn man keine Werte hat." Wertebildung und Werteentwicklung aus Sicht von Jugendlichen

Martina Blasberg-Kuhnke / Eva Gläser / Reinhold Mokrosch / Susanne Müller-Using / Elisabeth Naurath (Hg.)

Werte-Bildung ist ein komplexer, lebenslanger Selbstbildungsprozess. Nichtsdestotrotz werden wir von Werten ergriffen und geprägt, noch bevor wir diese in unserem Bewusstsein und Gewissen subjektiv verarbeiten. In diesem Spannungsfeld zwischen aktiver und passiver Werte-Bildung bietet die Reihe Raum, aus interdisziplinärer Perspektive Werte-Bildung vielschichtig zu erfassen. Thematisiert werden Wertebildungsprozesse aller Lebensphasen und Bildungsbereiche – angefangen bei der frühkindlichen Bildung bis hin zur Hochschuldidaktik. Probleme der ethischen, ästhetischen und religiösen Werte-Bildung sollen ebenso erarbeitet und analysiert werden wie das jeweilige Wertebewusstsein und -verhalten in unterschiedlichen kulturellen Milieus.

 

 

Weitere Veröffentlichungen der Forschungsstellenmitglieder

Individuelle Förderung und die Umsetzung des Rechts auf Bildung in der Grundschule: Überlegungen zur pädagogischen Professionalisierung von Lehrkräften

Müller-Using, Susanne (2012), in: Solzbacher, Claudia / Müller-Using, Susanne / Doll, Inga (Hrsg.) (2012): Ressourcen stärken! Individuelle Förderung als Herausforderung für die Grundschule. Wolters Kluwer. S. 321-333

 

 

 

 

 

 

 

 

Perceiving, interpreting and innovating the religious dimension in school cultures

Erna Zonne, Perceiving, interpreting and innovating the religious dimension in school cultures. Practical theological suggestions from a field study in a Catholic, Protestant, Montessori-, Rudolf Steiner- and Evangelical School in Germany, in: Skeie, G.: Accounting for Context in Religious Education, Münster: Waxmann, 2011, im Druck.

Angesichts der Diskussion zum gestiegenen Gewaltpotential bei Kindern undJugendlichen erweist sich die Entwicklung von Mitgefühl als konstruktiverBeitrag zur Friedenspädagogik. Perspektiven einer „Theologie des Mitgefühls“fundieren das religionspädagogische Anliegen, religiöse alsemotional-ethische Bildung zu verstehen. Neuere emotions-psychologischeStudien geben – auch geschlechtsspezifische – Impulse für diereligionspädagogische Praxis in Familie, Kindergarten und Grundschule.

 

 

 

 

Interreligiöses Lernen im Klassenraum – Der Umgang mit ‚nicht-dialogischen‘ Stimmen

Erna Zonne, in: Scheliha, A.; Goodmann-Thau, E.: Zwischen Formation und Transformation - Die Religionen Europas auf dem Weg des Friedens, Göttingen, 2011,S. 159-184.

 

 

 

 

 

 

 

 

Beziehungskulturen und Schulqualität. Welche Werte leiten professionelles Alltagshandeln von Grundschullehrer/innen?

Müller-Using, Susanne (2011), in: Kuhl, Julius / Müller-Using, Susanne / Solzbacher, Claudia / Warnecke, Wiebke (Hrsg.): Bildung braucht Beziehung. Selbstkompetenz stärken - Begabungen entfalten. Herder. S.88-105

Vor dem Hintergrund der Schulqualitätsdebatte in Deutschland analysiert die Autorin die Notwendigkeit der Berücksichtigung pädagogisch-ethischer Aspekte im professionellen Umgang mit Schüler/innen. Im internationalen Vergleich mit Dänemark und Finnland wird herausgearbeitet, wie ethische Zugänge und Werte es möglich machen die Schulqualitätsentwicklung integrativ und mit Blick auf die Bedürfnisse der Schüler/innen zu gestalten.

 

 

 

 

 

Values, Beliefs, and Norms that Foster Chilean and German Pupils’ Commitment to Protect Biodiversity

Susanne Menzel & Susanne Bögeholz (2010). Values, Beliefs, and Norms that Foster Chilean and German Pupils’ Commitment to Protect Biodiversity. International Journal of Environmental and Science Education, 5(1), 33-49.).

 

 

 

 

 

 

 

 

Ethos und Schulqualität. Pädagogisch-ethische Aspekte im professionellen Umgang mit Schüler/innen in Dänemark, Finnland und Deutschland

Susanne Müller-Using (2010), Verlag Budrich UniPress. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit Gefühl gegen Gewalt. Mitgefühl als Schlüssel ethischer Bildung in der Religionspädagogik

Elisabeth Naurath, Neukirchen 2007 (3. Auflage 2010).

 

 

 

 

 

 

 

 

Werte-Erziehung und Schule. Ein Handbuch für Unterrichtende. 

Reinhold Mokrosch/ Arnim Regenbogen, Verlag Vandenhoek & Ruprecht Göttingen 2009.

 Erziehung zur Bildung von Werten bei Jugendlichen betrifft nahezu alle schulischen Fächergruppen. Das Übersichtswerk wurde zum „Handbuch“ für die Schulpraxis dadurch, dass sowohl fächerübergreifende Aspekte (Grundwerte, Sozialisationsbedingungen) als auch spezielle Fachdidaktiken - nicht nur für die wertebildenden Fächer Religion, Sozialkunde, Ethik, Philosophie - berücksichtigt wurden. Auch zahlreiche Beiträge aus den sprachlichen und musischen Fächern und aus dem Sportunterricht gehen auf ethische, ästhetische und gesundheitsbezogene Bildungsziele ein. Der Band enthält 40 Einzelstudien sowie ein Wertelexikon im Anhang.

 

 

 

 

Menschenrechte

Angelika und Arnim Regenbogen, Arbeitshefte s.o., 2001.

Das Heft entwirft Zugänge und Aufgabenstellungen zu Arbeitsmaterialien (Rechtsdokumente, philosophische Positionen) zu den Aspekten Gleichheit, zu historischen Dimensionen der Rechtsentwicklung sowie zur Erweiterung von Grundrechten auf universell vertretbare Rechtsansprüche (Zugänge 3 und 4).

 

 

 

 

 

 

Gewalt. Arbeitsheft Ethik Sek II für den Ethik-, Religions- und Philosophieunterricht 

R. Mokrosch, hg. von Arnim Regenbogen und Reinhold Mokrosch, Auer Verlag Donauwörth 2000.

 Dieses Arbeitsheft für den Ethik-, Religions- und Philosophieunterricht in der Sek II enthält 5 Zugänge: 1. Was versteht man unter „Gewalt, Frieden und Aggression?“ Fallbeispiele, Definitionen und Theorien; 2. Formen von Gewalt und Aggression: Jungendgewalt, Kindergewalt, Fremdengewalt, Schulgewalt, Fernsehgewalt; 3. Wissenschaftliche Einsichten zur Entstehung und Minderung von Gewalt und Aggression; 4. Staatliche Gewalt. Kann sie Frieden schaffen und Unrecht verhindern?; und 5. Religiöse Friedensethik: Feindesliebe und Gewaltverzicht.

 

 

 

 

 

Was heißt Gerechtigkeit? Ethische Perspektiven zu Erziehung, Politik und Religion

R. Mokrosch/A, Regenbogen (Hg.), Auer-Verlag, Donauwörth 1999, 251 Seiten.

 Im Zentrum des Sammelbandes stehen Beiträge zu Gerechtigkeit als Erziehungsziel, zu ethischen Perspektiven und zu Fragen der Rechtsordnung und der gerechten Verteilung von Gütern und Lasten.Im Rahmen von 5 Kapiteln zu den Aspekten Gesellschaft (1.), künftige Generationen (2.), Religionen (3. und 4.) und Wettkampfsport (5.) stellen 18 Autoren eine Vielfalt entworfener und gelebter Gerechtigkeitsmodelle vor. Der Band greift Beiträge auf, die auf einem Fachsymposium (Januar 1998) aus Anlass des „Friedensjahres“ in Osnabrück (400-Jahre Westfälischer Frieden) diskutiert wurden.

 

 

 

 

 

Sozialisation in den 90er Jahren. Lebensziele, Wertmaßstäbe und politische Ideale bei Jugendlichen

Arnim Regenbogen, Leske + Budrich, Opladen 1998, 284 Seiten.

Die Studie vergleicht die von der Umgebung erwarteten und die von heranwachsenden selbst gewählten Lebensziele und Wertmaßstäbe miteinander. Besonders die Erwartungen im Rahmen von Familie und Schule, von Freundschaftszirkeln und Freizeitgruppen werden untersucht. Die Wertpräferenzen werden in ihrer Bedeutung für die eigene Lebensgestaltung und für das Leben mit Anderen sowohl im direkten Umfeld wie in der Gesellschaft analysiert. Das Werk wertet Erhebungen der damaligen Arbeitsgruppe empirische Wertforschung (Reinhold Mokrosch, Arnim Regenbogen, Elk Franke; Univ. Osnabrück) in den 1990er Jahren aus. Es wurden repräsentative Befragungen und Tiefeninterviews mit Jugendlichen zwischen 16 und 18 durchgeführt.

 

 

 

 

 

Moral und Sport im Wertbewußtsein Jugendlicher

Franz Bockrath/Steffen Bahlke, Veröffentlichungen des Bundesinstituts für Sportwissenschaft, Köln 1996, Bd. 12.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gewissen und Adoleszenz. Christliche Gewissenserziehung im Jugendalter

Reinhold Mokrosch, Studienverlag/Beltz Verlag, Weinheim 1996, 468 Seiten.

Sind Jugendliche auf christliche Gewissensvorstellungen ansprechbar? Diese Frage versucht der Verfasser unter besonderer Bezugnahme auf das reformatorische Gewissensverständnis und dessen Vor- und Wirkungsgeschichte zu beantworten. Dazu hat er - z. T. zusammen mit seiner Forschungsstelle für "Empirische Wertforschung" an der Universität Osnabrück - in zwei umfangreichen quantitativen und qualitativen Umfragen in verschiedenen Teilen Deutschlands 1200 15 bis 19jährige nach deren Normen-, Wert-, Lebensziel-, Selbständigkeits- und Gewissensbewußtsein befragt. Aus den Ergebnissen zieht er vorsichtige Konsequenzen für die Ansprechbarkeit dieser Jugendlichen auf moralische und religiöse Gewissensbildung. - Gleichzeitig legt er eine detaillierte Analyse ausgewählter Gewissenskonzepte aus Theologie, Philosophie, Psychologie, Soziologie und Moralpädagogik von Paulus bis zur Gegenwart vor und untersucht - im Vergleich mit seinen Umfrageergebnissen -, welche dieser Konzepte im Bewußtsein Jugendlicher noch heute relevant und aktuell sind. - Im Schlußteil entwirft er ein neues Konzept säkularer und christlicher Gewissensbildung, das die bekannten Theorien moralischer und religiöser Urteilsbildung von Kohlberg und Oser modifiziert und verändert.

 

 

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